Schiessordnung (H1)

Anlage zu § 14 der Satzung

der Neusser Scheibenschützen-Gesellschaft von 1415 e.V.

1. Nach altem Brauch sol­len jähr­lich fünf Bruderschießen statt­fin­den und zwar

das Osterstutenschießen, etwa 14 Tage vor Ostern,

das Albusschießen,

das Zinnschießen auf Jakobus, dem Patronatstag, am 25. Juli,

das Königsschießen,

das Gänseschießen um Martini.

 

Die Wahl des Tages der Bruderschießen ist dem Vorstand über­las­sen. Hiervon aus­ge- nom­men ist das Zinnschießen, das dem Herkommen nach am Jakobustag, den 25. Juli, gehal­ten wer­den muss und bei dem jähr­lich die Würde des Jakobuskönigs aus­ge­schos­sen wird. Jedes Mitglied kann die Würde nur ein­mal erringen.

 

2.      Die Bruderschießen wer­den grund­sätz­lich ange­stri­chen geschossen.

 

3.      Die Anzahl der Schießpreise rich­tet sich beim Bruderschießen nach der Zahl der ein­ge- schrie­be­nen Teilnehmer. Jeweils 25% der Teilnehmer erhal­ten einen Preis. Den letz­ten Preis (das so genann­te Ferkespank) erringt der­je­ni­ge Schützenbruder, der bei den Nicht- pla­zier­ten den höchs­ten Stechschuss abgibt. Dieser Preis steht im Range des zwei­ten Prei- ses.

 

4.      Jeder Schütze hat beim Bruderschießen drei Schuss sowie einen Stechschuss (Fer- kes­pank). Gewertet wird der jeweils bes­te Einzelschuss. Bei glei­cher Ringzahl zählt der bes­se­re zwei­te ggf. nach­fol­gend der bes­se­re drit­te Schuss. Bei drei glei­chen Ringzahlen ist eine auf­stei­gen­de Ringfolge höher zu bewer­ten als eine fal­len­de Ringfolge. Durch die­se Form der Auswertung soll der Geist der Bruderschießen beson­ders betont wer­den, damit auch weni­ger geüb­te Schützen durch einen Glücksschuss einen Preis errin­gen können.

 

5.      Wanderpokale wer­den durch Addition der beim Bruderschießen abge­ge­be­nen drei Schuss (höchs­te Ringzahl) ausgeschossen.

 

6.      Werden Sonderpreise aus­ge­schos­sen, so haben alle Teilnehmer das glei­che Gewehr zu benutzen.

 

7.      Das Brezel- und Schinkenschießen im Januar eines jeden Jahres wird nach den Regeln der Bruderschießen ausgerichtet.

 

8.      Über alle übri­gen Schießregeln ent­schei­det der Vorstand. Bei allen Streitfragen bezüg­lich die­ser Schießordnung und der Schießergebnisse ent­schei­det der Vorstand als Schiedsge- richt.

 

9.      Alle Mitglieder, die das 70. Lebensjahr voll­endet haben, erhal­ten die Erleichterung bei den Bruderschießen ihre Schüsse auf­ge­legt abzugeben.

 

10.  Schützenbrüder, die durch Kriegs- oder Berufsverletzung nicht frei­hän­dig schie­ßen kön- nen, erhal­ten bei Nachweis der Behinderung vom Vorstand die Genehmigung, Hilfsmittel nach den Bestimmungen der Sportordnung des Deutschen Schützenbundes in Anspruch zu neh­men. Das Hilfsmittel besteht aus einer Pendelschnur von min­des­tens 80 cm Länge. Die bei­den obe­ren Befestigungspunkte dür­fen höchs­tens 10 cm aus­ein­an­der lie­gen. Die Pendelschnur ist in der Höhe je nach Körpergröße des Schützen ver­stell­bar ange­ord­net. Zum Halten und Einrichten des Gewehrs sowie der Betätigung des Abzuges darf bei Inan- spruch­nah­me der Pendelschnur nur ein Arm benutzt werden.

 

11.  Bei allen Bruderschießen dür­fen die z.Zt. zuge­las­se­nen Waffen ver­wen­det wer­den. Die Entfernung sowie die Scheibengröße und Scheibenart rich­ten sich nach den vom Deut- schen Schützenbund her­aus­ge­ge­be­nen Bestimmungen.

 

12.  Die ver­eins­ei­ge­nen Gewehre wer­den vor Beginn des jewei­li­gen Bruderschießens durch die Schützenmeister ein­ge­schos­sen. Hierzu wird aus­drück­lich bestimmt, dass ein Schüt- zen­meis­ter ein vom ihm ein­ge­schos­se­nes Gewehr beim Bruderschießen nicht benut­zen darf. Eigene Gewehre dür­fen benutzt wer­den, wenn sie auch ande­ren Schützenbrüdern zur Verfügung gestellt wer­den. Eigene Gewehre dür­fen jedoch am Tage des Bruderschießens nicht ein­ge­schos­sen wer­den, auch nicht von einem Schützenmeister. Übungsschießen sind am Tage des Bruderschießens grund­sätz­lich verboten.

 

13.  Nach altem from­men Herkommen eröff­net der Oberschützenmeister oder ein hier­zu be- stimm­ter Schützenmeister das jewei­li­ge Bruderschießen mit der Aufforderung: “Hut ab zum Gebet”. Die anwe­sen­den Schützenbrüder ver­wei­len eine stil­le Minute mit Blick auf die auf­ge­zo­ge­nen Scheiben.

 

14.  Die Höhe des Einsatzes bei den Bruderschießen wird jähr­lich in der ordent­li­chen Mitglie- der­ver­samm­lung festgesetzt.

 

15.  Die Mitglieder haben sich inner­halb der fest­ge­setz­ten Zeit in die Schießliste ein­tra­gen zu las­sen. Nach Listenschluss ist eine Eintragung nicht mehr zuläs­sig. Voranmeldungen sind bei gleich­zei­ti­ger Zahlung des Einsatzes gestat­tet, soll­ten aber ver­mie­den wer­den. Voran- gemel­de­te Mitglieder, die bei Beendigung des Schießens noch nicht anwe­send sind, haben kei­nen Anspruch auf Nachschießen oder Rückzahlung des Einsatzes.

 

16.  Über jedes Bruderschießen ist ein kur­zer Bericht mit Angabe der Teilnehmerzahl sowie einer nament­li­chen Aufführung der Preisträger zu fertigen.

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Am 14. Mai 2020 starb unser Schützenbruder

Wilhelm Utrup

im Alter von 86 Jahren.

Seit 1994 gehörte er unserer Gesellschaft an.

In schützenbrüderlicher Verbundenheit bewahren wir Ihm ein ehrendes Andenken. Unser aufrichtiges Mitgefühl gehört seinen Angehörigen.